in Deutschland leben 1 Million demente Menschen
am häufigsten mit Alzheimer
Tendenz steigend

jeden von uns kann es treffen.

Was ist Demenz?

Verlust der intellektuellen Fähigkeiten in solchem Ausmaß, daß soziale und berufliche Fähigkeiten beeinträchtigt sind

der Demente ist zuerst zweitweilig, dann immer weniger in der Lage, sich in Raum und Zeit zu orientieren
Störungn von Tag- und Nachtrhythmus
Sprachverluste bis hin zum vollständigen Verstummen
Routinearbeiten und Gewohntes werden zunehmend schwieriger
Gedächtnisprobleme sind oft die ersten Anzeichen der Krankheit
Störungen des Kurzzeitgedächtnisses fallen zuerst auf
Störungen des Langzeitgedächtnisses fallen erst später auf
die Fähigkeit, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erkennen, wird geringer
das Erlernen neuer Informationen ist erschwert
falsche Entscheidungen führen zu gefährlichen Situationen
Tages- und Jahreszeit unangemessene Kleidung wird angezogen soweit An- und Ausziehen überhaupt gelingen.
eine Aphasie, eine Störung des Sprechens und Verstehens von Sprache, entwickelt sich
Schwierigkeiten der Bewegungskoordination (Apraxie) treten auf
die Unfähigkeit, Objekte und Menschen zu erkennen (Agnosie), zeigt sich
die Rechenfähigkeit und geht verloren
die Schreibfähigkeit wird langsam vernichtet
körperliche Hygiene kann alleine nicht mehr bewältigt werden, bzw. der Sinn wird nicht mehr erkannt
im späteren Stadium können Inkontinenzprobleme hinzukommen, bzw. wird die
Toilette nicht mehr erkannt, gefunden
Verlaufen, weglaufen, meist mit dem Ziel, einen Ort der Vergangenheit zu erreichen mit großem Bewegungsdrang
Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme kann nicht mehr selbständig geleistet werden
Gefühlsschwankungen, Abwehrverhalten (begründet bei näheren Hinsehen)
häufig werden die Defizite anderen zur Last gelegt, um sich nicht bloßzustellen
im Endstadium Bettlägrigkeit
Krankheitsdauer 2 - 20 Jahre


Behandlung bzw. Verzögerung des Fortschreitens der Krankheit
ein Leben in vertrauter Umgebung

vertraute Menschen
ruhige angenehme und gewohnte Atmosphäre
aktivieren und anleiten vertrauter Tätigkeiten, die als sinnvoll wahrgenommen
wurden und werden
Bewegung so viel und so lange es möglich ist
24-Stunden Betreuung, wenn erforderlich, um vor Selbst- und Fremdgefährdung zu schützen, die Krankheitssymptome zu verlangsamen und den Dementen zu
stabilisieren und "Sicherheit" im Alltag zu geben

Wissenschaftler haben nachgewiesen, daß bereits dieser Umgang mit den Dementen die Zeit der Immobilität und Bettlägrigkeit verkürzt




Symptome?

Selbst wenn es dem dementen Menschen immer abgesprochen wird
(ich spreche da aus meiner Berufserfahrung), verfügt er über eine erhöhte Sensibiltät
in der Wahrnehmung seiner Umgebung, seiner Mitmenschen, auch wenn die Sprache vermindert oder sogar ein Sprachverlust vorliegt.
Also besitzt er auch die Fähigkeit zu leiden und sich zu freuen.

Sätze wie "der kriegt ja sowieso nichts mehr mit"...ich kann es nicht mehr hören

Mit diesen Menschen muß sehr einfühlsam und achtungsvoll umgegangen werde.


Es läuft sehr viel über die Gefühlsebene, man kann auch sagen "Gefühlsdenken".
Ihm steht ein Gedächtnis noch zur Verfügung, was der Demnte zwar nicht verbal
äußern kann, aber sein Handeln, Aktionen und Reaktionen werden durch das
Gefühlsgedächtnis beeinflußt. Es tritt stark hervor, war im Leben des Dementen von tiefer Bedeutung war und weiterhin ist. Somit geht der "richtige"Umgang mit Dementen nur über Biographiearbeit, um manche Reaktionen und manches Handeln verstehen zu können.
Aus der Not (ich seh es einfach so und erlaube es mir, so zu schreiben) "erfindet" der demente sogar seine "eigene"Sprache, Wortlaute, um sich dem Umfeld mitteilen zu können. Man spürt...
...wie verzweifelt nach Worten gesucht wird auch mit Gestik und Mimik,
um Verständnis bei den Mitmenschen zu "erhaschen"
...Suche nach Anerkennung, Zärtlichkeit, Freude und Zuwendung

....und dies alles kommt auch von den Dementen zurück
wenn mit den Kranken menschlich, achtungsvoll, einfühlsam umgegangen wird.


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