Samstag, 22. Januar 2005

Zufriedenheit

Arbeiten mit den Händen.
Wandernn in der freien Natur.
Essen, wenn man Hunger hat.
Schlafen, wenn man müde ist.
Sprechen mit den Bäumen und den Würmern.
Flöten für die Vögel und auf einem Kamm blasen für die Fische.
Du bekommst neue Augen für die Wunder um dich herum.
Du wirst weniger verbrauchen,
aber mehr und bewußter genießen.
Genießen ist ein Segen.
Mit wenig zufrieden sein
und viel genießen ist die Kunst
und das Glück von wirklich freien Menschen.
© Phil Bosmans





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Montag, 23. August 2004

Schande über mich...
Solange kein Eintrag mehr in meiner Altenpflegeseite.
Ist aber kein schlechtes Zeichen, sondern ein gutes. Viel Arbeit. Viel Neues. Viele Ideen.....und die Milieutherapie "lebt" weiter, also keine Eintagsfliege.
Unsere Station "lebt" nur noch Milieutherapie incl. Kater.
Viele positive Erfahrungen.
Die Weglauftendenz der Bewohner hat stark abgenommen, bzw. kann ich sagen, eigentlich so gut wie nicht mehr vorhanden.
Unsere Beschäftigungstherapie wird nur noch über die Milieutherapie geführt, bügeln, waschen, Geschirr spülen, Blumen gießen, Kater versorgen, Spaziergänge.......Milieualltag. Nach den Lebensgewohnheiten der Bewohner.
Fazit:
Ich bräuchte mal einen Computer mit Internetzugang, schön wär noch ein Netzwerk im Altenheim........:)

und noch ein schönes Foto von einem Franzosen an der Cote Granit Rose:



"Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben,
sondern den Jahren mehr Leben"

Neu in Info:Heimaufsicht gegen Patientenschutzdecken

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Freitag, 05. Dezember 2003

Es hat sich viel getan.....
Meine Projektarbeit hab ich abgeschlossen, die Facharbeit dazu fehlt noch, aber es ist alles im Kopf und es wird Zeit, dass es "rauskommt".
Ich bin zufrieden damit, und ein Ende wird meine Projektarbeit "Milieutherapie" nie finden. Das beste daran ist aber wirklich unser Kater Larry, der vieles ersetzt und viel Sonnenschein und Leben in unseren Altenpflege-Alltag bringt. Er IST ein Sonnenschein. Wieviel Herzschmerz hat er in diesen kurzen Zeitraum schon geheilt!!! Er ist Psychotherapeut, Beschäftigungstherapeut und bester Freund......eigentlich ist sein Gehalt unbezahlbar.

Ich bin reicher geworden an Lebenserfahrungen, vielleicht abgeklärter. Ich kann es selbst noch nicht einschätzen, welche Konsequenzen es für die Zukunft haben wird. Nur eins kann ich sagen, ich werde nicht weniger anstrengend sein. Selbstsicherer bin ich geworden, werden keinen Schritt zur Seite weichen.

Hab mich mit Themen wie Mobbing, Empathie, Patienten-Verfügung und noch einiges mehr auseinandergesetzt, mehr dazu kommt noch.

Viele Gedanken über die Zukunft, Altenpflege und persönliche Situationen, die damit unweigerlicher verbunden sind, laufen in mir ab und es wird noch einige Zeit dauern, bis ich sortiert habe.
Eine Schritt für diese Zukunft haben wir bereits getan.

:kommentar::

Mittwoch, 24. September 2003

Damals und heute....

...wir wurden vor der Entdeckung des Fernsehens, des Penicillins, der Schluckimpfung, der Tiefkühlkost und der Kunststoffe geboren. Wir kannten weder Kontaktlinsen, noch Xerox und schon gar nicht die Pille....

...wir kauften Mehl und Zucker noch in Tüten und nicht in Packungen die mühsam papierentsorgt werden müssen.

...wir waren schon da, bevor es Radar, Kreditkarten, Telefax, die Kernspaltung, Laser und Kugelschreiber gab.

...es gab noch keine Geschirrspüler, Wäschetrockner, Klimaanlagen, Last-Minute-Flüge und Datenbanken und der Mensch war noch gar nicht auf dem Mond gelandet.

...wir haben erst geheiratet und dann zusammengelebt.

...zu unserer Zeit waren "Bunnies" noch kleine Kanninchen und der "Käfer" kein Volkswagen.

...und "mit jemanden gehen", das hieß soviel wie fast verlobt sein.

...wir dachten nicht daran, daß der "Wiener Wald" etwas mit gebratenen Hähnchen zu tun hätte und Arbeitslosigkeit war eine Drohung und noch kein Versicherungsfall.

...wir waren da, bevor es den Hausmann, die Emanzipation, Pampers, Aussteiger und computergesteuerte Heiratsvermittlungen gab.

...zu unserer Zeit gab es keine Gruppentherapie, keine Weight Watchers, keine Sonnenstudios, keine Zweitwagen und kein Kindererziehungsjahr für Väter.

...wir haben auch niemals UKW aus Transistorradios gehört, keine Musik vom Tonband oder die New Yorger Symphoniker via Satellit.

...es gab auch keine elektronischen Schreibmascheinen, künstliche Herzen, Joghurt und auch keine Jungens, die Ohrringe trugen.

...die Worte "Software" für alles was man am Computer nicht anfassen kann und "Non Food" für alles was man nicht essen und trinken kann, waren noch nicht erfunden.

...in dieser Zeit hieß "Made in Japan" billiger Schund und man hatte noch nie etwas von Pizza, Mc Donalds und Instant Coffee gehört.

... als wir als Kinder auf der Straße herumliefen, konnte man für 5 Pfg ein Eis kaufen, einen Beutel Studentenfutter oder eine Flasche Klickerwasser.

...wir haben unsere Briefe mit 6 Pfg Marken frankiert und konnten für 10 Pfg von einem Ende der Stadt zum anderen fahren.

...wir sind auch die letzte Generation, die so dumm ist zu glauben, daß eine Frau einen Mann heiraten muß, um ein Baby zu bekommen.

...wir mußten fast alles selber tun, und mußten mit dem auskommen was wir hatten. Und "Bock" mußten wir immer haben.

...wenn heute Einkaufen in einem Discounter ein Erlebnis ist, wie ein Besuch im Disneyland....

...diese ganze Entwicklung haben wir über uns ergehen lassen müssen. Wen wundert es da schon, wenn wir jetzt manchmal ein wenig konfus sind, wo es eine so tiefe Kluft zwischen den Generationen gibt.....

Aber wir haben es überlebt und leben noch immer.....

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Samstag, 20. September 2003

Gefühle zu validieren heißt, diese wertzuschätzen,
anzunehmen, zu akzeptieren.

Und immer wieder merke ich, es geht kaum noch ohne Validation.
Validation ist zwar kein Rezept für alle Situationen und führt nicht immer unbedingt zu einer Lösung. Doch mir wird immer mehr bewußt, daß
Validation eine Haltung und eine Vorgehensweise ist, die uns in unserer täglichen Arbeit mit Dementen sehr hilfreich sein kann.
Die Menschen begleiten, wertschätzen und in ihren Gedanken und Erinnerungen gewähren lassen........

Viele Pflegekräfte und auch Mitarbeiter aus anderen Berufsgruppen, sind immer noch der Meinung, mit ROT (Realitätsorientierungstraining) arbeiten zu müssen. Das heißt, Demenzkranke sollen in ihre Realität zurückgeführt werden.
Ich mache aber immer wieder die Erfahrung, daß durch die Orientierung der Realität der Demente nur noch mehr verwirrt wird, da es diese Realität für ihn nicht gibt. Beschwichtigungen und Ablenkung stürzen den Dementen oft in eine Verzweiflung, die Realität kann für ihn nicht hergestellt werden.

" Ich möchte nach Hause, Können Sie mich bitte nach Hause bringen, ich muß für meine Kinder kochen?"

Nach ROT würde dem Dementen erklärt werden, daß er hier im Heim zuhause ist und seine Kinder erwachsen sind und nicht mehr bekocht werden müssen.

Der Demente versteht diese Realität nicht und wird in eine Verzweiflung stürzen, sich nicht verstanden fühlen und immer unruhiger werden.

Mit Validation ,auch in die Gefühlsebene (Nicole Richard), werden dem Dementen die Gefühle bestätigt, er hat Vertrauen.

"Sie sind eine pflichtbewußte Mutter und haben schon immer gut für ihre Kinder gesorgt........"

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Donnerstag, 18. September 2003

Durch die Umstrukturierung unserer Station haben wir jetzt endlich die Möglichkeit, einen Snoezelen oder man kann auch Ruhe/Sinnesraum sagen, direkt in der Station zu schaffen. Und der Kopf ist voller Ideen.
Aber das Beste ist uns heute untergekommen.....ein tolles Doppelbett aus der Jugendstilzeit, da verzicht ich auf jedes Therapiebett/Wasserbett. Was Besseres hätt ich für die Mileutherapie nicht finden können. Es kann nur noch an der Größe scheitern, es ist riesig. Wahrscheinlich werden dann alle Bewohner auf einmal drinliegen.....ist doch viel schöner als so ein Pflegebett.

Dieser Raum wird klasse und wir freuen uns schon so drauf. Endlich mal ein Raum, der auch direkt in der Station genutzt werden kann.

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Montag, 15. September 2003

In der letzten Woche meines Praktikums bin ich fast täglich mit einer Bewohnerin in den nahen Schloßpark gefahren (Rolli). Nach einem Apoplex war ihr größtes Handicap die globale Aphasie. Sie hatte große Verständigungsprobleme mit dem Plegepersonal und galt als ungeduldig und leicht erregbar.
Dabei wollte sie nur ihre Wünsche und Bedürfnisse mitteilen.
Jedes Mal kam sie mit Tränen in den Augen im Park mit mir an. Die Freude war so groß, in den Park ihrer "Jugendzeit" zurückzukehren.


Die Erinnerung ist das letzte Paradies,
aus dem wir nicht
vertrieben werden
können
Jean Paul


Es flossen viele Tränen, es wurde nur noch gestikuliert und unverständliche Laute kamen immer lauter aus ihrem Mund. Sie war in ihrer Welt......
Jetzt weiß ich alles über sie.

Ich verstand ihre Sprache und es berührt mich heute noch.....
Der Abschied war schwer und es flossen wieder Tränen, aber diesmal bei uns beiden.....

Das einzige was diese Frau von mir bekam, war ZEIT.
Warum ist es nur so schwer, alten Menschen Zeit zu geben.

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Sonntag, 14. September 2003

Die zwei Wochen Praktikum sind vorbei und ich muß schon sagen, es hat sich gelohnt. Viel Neues in Milieutherapie, Alltagsrituale und Erinnerungsarbeit. Fasziniert bin ich immer noch von der Katze, die dort in der Betreuung als "Therapie" ihren Platz gefunden hat.
Es war kein Stationsalltag, es wurde der ganz normale Alltag gelebt. Schade daß bei uns in Bayern diese Art der Betreuung so gut wie keine Zukunft hat.
Es handelte sich um eine Tagespflege in einem Altenheim.
Die Bewohner wurden morgens auf ihren Stationen versorgt und dann anschließend zur Betreuung in die Tagespfege bis spätestens 9.00 Uhr gebracht. Dort wurde gemeinsam gefrühstückt und der Alltag gelebt. Viele Rituale, Singen, Gebete, Erinnerungen und Spaziergänge bis abends zum Abendessen. Dann wurden die Bewohner von uns wieder auf ihre Stationen gebracht und dort versorgt.
Die Gruppe der Tagespflege bestand aus 12 dementen Bewohnern und die Gruppengröße war vollkommen ausreichend.
Validation wurde dort nach Nicole Richard und nicht nach Naomi Feil durchgeführt. Mal was Neues für mich, da ich schon ein Naomi-Feil-Anhänger bin. Den Unterschied der beiden Validationsanwenderinnen werde ich noch näher beschreiben.

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Montag, 07. September 2003

Meine Altenpflegeseiten neu umgestellt und es sieht aus *ohmann* es wird sich hier noch so eine Art AltenpflegeWeglog entwickeln. Es gibt so viel Neues, zu schade, es ständig unter den Tisch fallen zu lassen.
Wahrscheinlich bin ich verrückt, wann soll ich das alles machen.....aber bevor ich meinen nixengrusch ständig mit altenpflege vollstecke, dann lieber hier rein und es ist gesammelt.


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